| Freigegeben von Mathias am Donnerstag, 17.Juni 2010, 15:40:16
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| Städtebauförderung für Uckermark-Kreisstadt bestätigt | Mathias am Donnerstag, 17.Juni 2010, 15:40:16 (spz). Es hatte eine gewissen Symbolik, dass auf der Rückfahrt von der Auftaktveranstaltung zum Stadtumbauprogramm Ost II, die am Mittwoch in Potsdam stattfand, die wichtigsten Akteure des Stadtumbauprozesses in Prenzlau in einem Auto saßen: der Geschäftsführer der Wohnbau GmbH, René Stüpmann, der Geschäftsführer des Kommunalen Wohnungsunternehmens Prenzlauer Land, Hartmut Roll, der designierte technische Vorstand der Wohnungsgenossenschaft, Hans-Peter Wolf und der Zweite Beigeordnete der Stadt Prenzlau, Dr. Andreas Heinrich.
„Mit der Aufnahme der Stadt Prenzlau in das Stadtumbauprogramm II hat die Stadt eine sehr hohe Planungssicherheit für die nächsten Jahre, um hier gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen, insbesondere der Wohnbau GmbH Prenzlau und der Wohnungsgenossenschaft, die Wohnungsbestände fit für die Zukunft zu machen. Auch wenn gegenwärtig die Leerstandsquote, beispielsweise bei der Wohnbau GmbH Prenzlau, einstellig ist, muss man mit Blick auf den demografischen Wandel doch davon auszugehen, dass künftig die Leerstände wieder steigen werden. Dann ist es gut, dass man auf den Instrumentenkasten des Stadtumbauprogramms Ost II zurückgreifen kann“, so der Zweite Beigeordnete, Dr. Andreas Heinrich.
Bürgermeister Hendrik Sommer lobt das Engagement des Teams um Heinrich, dem es gelang, Prenzlau mit einem qualitativ hochwertigen Konzept erneut in den Kreis jener Städte zu bringen, die im Rahmen des Stadtumbaus gefördert werden. „Das ist ein großer Erfolg, der hier gemeinsam errungen wurde“, so das Stadtoberhaupt.
Das Stadtumbauprogramm Ost II besteht sowohl aus dem Teilprogramm Abriss als auch aus dem Teilprogramm Aufwertung. Dr. Heinrich verwendet ein anschauliches Bild, um die Bedeutung dieses Programms für Prenzlau zu vergegenwärtigen: „Der Zugang zu diesem Programm ist so etwas wie ein ‚Medikamentenschrank’. Dann, wenn man Beschwerden hat, wie beispielsweise Leerstände, muss man die Möglichkeit haben, aus dem Medikamentenschrank die entsprechende Arznei zu erhalten. Genau das ist hier der Fall. Diesen Schlüssel haben wir bekommen. Somit hat die Stadt Prenzlau die Möglichkeit, schnell zu reagieren, wenn die Leerstände, wahrscheinlich ab 2013/ 2014, auf Grund der demografischen Entwicklung weiter zunehmen werden. Darüber hinaus besteht natürlich bereits jetzt auch die Möglichkeit, über das Teilprogramm Aufwertung weiter auf dem bisher erfolgreich eingeschlagenen Weg der Verbesserung der örtlichen Infrastruktur voranzugehen und auch die Altbausanierung voranzutreiben.“
So wurde beim Stadtumbaukongress auch angekündigt, dass es künftig ein neues Teilprogramm „Sicherung, Sanierung und Erwerb von Altbausubstanz“ - insbesondere für denkmalgeschützte und städtebaulich relevante Objekte - geben wird. Der Vorteil für die Kommune ist, dass hier für den Fall einer entsprechenden Sanierung die Stadt keinen kommunalen Mitleistungsanteil leisten muss. „Dies wird die Sanierung der sogenannten ‚dicken Brocken’ - Schwedter Straße 25 bis 29 - deutlich erleichtern. Neu im Stadtumbauprogramm II ist auch, das, was in der Stadt Prenzlau bereits im ersten Stadtumbauprogramm möglich war, nämlich, dass auch der Rückbau leerstehender Wohngebäude in den eingemeindeten Ortsteilen möglich sein wird. Dies gilt künftig also auch für andere Städte, wie Eberswalde, Perleberg, etc.“ Insgesamt wurden vom Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) etwa 35 brandenburgische Städte aufgefordert, ein Stadtumbaukonzept einzureichen. Prenzlau gehört mit 21 anderen Städten zu jenen, die bereits im Jahre 2010 in das Stadtumbauprogramm II aufgenommen werden. „Ausschlaggebend für die Aufnahme von Prenzlau in das Programm war neben dem soliden, auf einer kooperativen Zusammenarbeit der Wohnungsunternehmen basierenden Stadtumbaukonzept, auch die zentrale örtliche Funktion der Stadt und darüber hinaus die in den nächsten zehn bis 15 Jahren absehbaren Bevölkerungsentwicklungen, die einen entsprechenden Handlungsdruck auslösen“, erläutert der Zweite Beigeordnete. Die Stadtumbaukonferenz wurde allerdings überschattet von der Bekanntmachung des Bundesbauministers Peter Ramsauer, dass künftig die Fördermittel für die Städtebauförderung – also die Programme „Soziale Stadt“, „Stadtumbau“ und „Sanierungsgebiet-städtebauliche Sanierung“- für Ostdeutschland halbiert werden sollen. Seitens des Ministers für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger, wurde diesen Bestrebungen eine klare Absage erteilt.
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